E.B. Jahn - „E“ , wie Embodiment oder: PEP pro aktiv

In diesem Workshop sollen die körperbezogenen Aspekte und Spezifika der Prozessorientierten Embodimentfokussierten Psychologie konkret zusammengetragen, vorgestellt und in einem praktischen Teil selbst geübt werden. Neuere Erkenntnisse der Embodimentforschung reichern dieses Programm erlebnisorientiert an. Wie kann der Körper als Bühne der Gefühle im Gesamtschauspiel menschlichen Erlebens funktional zur Veränderung von Emotionen und Verhalten eingesetzt werden? Da die sog. vierte Welle der VT mit der notwendigen Wendung hin zum Körper bereits ihre ersten Fluten an die Strände der Psychotherapie spült, sollen in diesem Workshop die typischen Tools der PEP vorgestellt werden, die eine innovative Erweiterung der traditionellen Klopftechniken darstellen. Aus der täglichen Praxis ist vielen Behandlern bekannt, dass KlientInnen und PatientInnen oft nach einem ersten Hype und Abklingen der unangenehmen Symptomatik die veränderungsförderlichen Interventionen nicht mehr klar und präzise zur Stabilisierung neuen Denkens und Verhaltens einsetzen. Sie fallen in alte Erlebensmuster zurück. Das verordnete Rezept verschwindet oft schnell in den Fugen des Alltags. Frei nach dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ soll in diesem Workshop ein Zusatztool zur Sicherung des Transfers und der Anwendung im täglichen Leben vorgestellt werden. Der Baustein „ProAktives Handeln“ ist zusammengesetzt aus kognitiven, handlungsbezogenen und körperorientierten Interventionen und unterstützt die KlientInnen und PatientInne bei der konsequenten, zielorientierten und alltagstauglich Umsetzung erlernter Strategien. Die vorgestellten Behandlungstools lassen sich problemlos in alle bewährten Therapieverfahren integrieren und fördern Humor und Leichtigkeit im Arbeitsprozess. Im Seminar gibt es für TeilnehmerInnen die Möglichkeit eigene emotional besetzte Themen zu bearbeiten und praxisnah die Wirksamkeit selbst zu erfahren. Patientenbeispiele aus der Praxis werden vorgestellt, eigene Fälle können von TeilnehmerInnen eingebracht werden.