M. Ohler - Poetisches Denken

Worin besteht die Kunst poetischen Denkens? Aus dem, was Grammatik uns ermöglicht, soviel Neues zu machen, damit wir als problematisch erlebte Phasen und Umstände des Lebens neu ordnen und befragen können und handlungsfähig werden. Dichterische Muster und Methoden, wie Aphorismus, Haiku oder Notizbuch, erweisen sich als überraschend zuverlässig – besonders im Kontext von Entscheidungs- und Führungsfragen. Sie fördern neue Wahrnehmungen: neu Notiz nehmen davon, worum es eigentlich geht. In diesem Workshop erfahren wir, wie wir das eigene und das poetische Potenzial anderer entdecken, ausschöpfen und prozesssicher einsetzen können. Für uns selbst genauso wie mit Kunden, Klienten, Kollegen, Mitarbeitern. Der Fokus liegt auf sprachlichen Formen, musikalische Möglichkeiten nutzen wir zusätzlich, wo es sich anbietet. Wie kommen wir zu guten und handfesten Formulierungen? Wie verstehen wir die eigenartige Form der Gewissheit, welche eine dichterische Verwendung von Sprache zur Verfügung stellt? Grammatik ist Alltag in permanenter Verwendung. Grammatik so zu erforschen macht Spaß, und grammateln ist nützlich, wenn wir allmählich anderes alltäglich werden lassen wollen. Die Zeiten, wo Grammatik gemacht wurde, wenn wir nicht brav waren, sollten vorbei sein.

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können.